Mittwoch, 21. Juni 2017

Creativity is loading

Wie – Sie haben kein Bild gemalt, kein Buch geschrieben, keinen Werbetext verfasst, kein Möbelstück entworfen, nicht mal ein Geburtstagsgeschenk gebastelt?  Ja, dann tut es mir leid, Sie zählen nicht zu den Kreativen.
Falsch! Ich bin sicher, Sie sind häufig kreativ, ohne dass Sie es so benennen. Etwa wenn Sie Ihr tägliches Outfit zusammenstellen, von einem Kochrezept abweichen, für die Ordner im Büro einen besseren Platz finden oder eine Betreuung für Ihr Kind organisieren. Sachlich betrachtet ist Kreativität nämlich nicht das Privileg von künstlerischen Menschen. Es bedeutet einfach: Etwas gestalten, neu kombinieren, Vorhandenes verändern, Ideen entwickeln oder Probleme lösen. Dafür können wir beste Bedingungen schaffen - und sollten es auch, denn Kreativität macht das Leben interessant:

1. Sammeln Sie Informationen
Kreativität beruht immer auf bereits Bestehendem. Je mehr Sie auf einem Gebiet wissen, desto kreativer können Sie hier sein. Sammeln Sie also möglichst viele Fakten. Sie sind das Material, dass Sie dann auf ungewohnte Weise verknüpfen.

2. Beauftragen Sie Ihr Gehirn
Unsere Gedanken sind nur die Spitze des Eisbergs, das meiste erledigt  unser Unterbewusstsein. Beauftragen Sie Ihr Gehirn mit der Lösung eines Problems oder der Bitte um eine Idee. Anschließend denken Sie nicht mehr daran. Vielleicht stehen Sie gerade unter der Dusche oder an der Supermarktkasse – unerwartet spuckt Ihr Gehirn die kreative Lösung  aus.

3. Tagträumen Sie
Unter Druck kann sich Kreativität nicht entfalten, dafür braucht es Muße. Entspannen Sie sich, lassen Sie Ihre Gedanken schweifen, in die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft – und plötzlich kommt Ihnen eine zündende Idee…     

Donnerstag, 15. Juni 2017

Schönen Urlaub!



Eine Freundin, die in ihrem Beruf ständig im Stress ist, verabschiedete sich in den Urlaub. „Endlich mal richtig ausspannen!“ – darauf freute sie sich. Und was passierte? Am Zielort angekommen lag sie im Hotel fünf Tage lang mit einer fiebrigen Erkältung flach. Ehrlich gesagt wunderte mich das kaum. Es kommt häufig vor, dass überlastete Menschen krank werden, wenn sie endlich eine Zeit der Ruhe haben. Das Phänomen  hat sogar eine klangvollen Namen: „Leisure Sickness“, wörtlich übersetzt „Muße-Krankheit“. Anfällig dafür sind Menschen, die im Alltag unter hohem Leistungsdruck stehen und sich abverlangen, ihn auszuhalten. Dafür mobilisiert ihr Organismus die letzten Reserven. Fällt dann im Urlaub oder auch nur im Wochenende der Druck weg, werden die Stresshormone, die die Funktion bisher aufrecht erhalten haben, nicht mehr ausgeschüttet und der Körper reagiert mit einem Schwächeanfall, das Immunsystem fährt runter. Der Münchner Professor Thomas Löscher, Experte für Infektionskrankheiten, nennt das „Stresswegfall-Reaktionen“. Was kann man als vielbeschäftigter Mensch dagegen tun? Sich nicht gleich aus dem vollen Arbeitsprogramm in den Urlaub oder das Wochenende stürzen, sondern sich etwas Zeit nehmen, um den Körper auf den Ruhemodus einzustellen.         

Samstag, 3. Juni 2017

Es reicht!



In meinem Blog befasse ich mich ungern mit Politik. Es gibt so viele wichtige psychologische Themen, die nützlich und weniger brisant sind. Aber diesmal kann ich nicht anders. Ich bin unglaublich empört über die Ignoranz des amerikanischen Präsidenten in puncto Klimaerwärmung. Weil er im Winter in New York friert, gibt es sie nicht. Wie hirnrissig ist das denn? Wenn dieser Mann mit seinem „America first“ unsere Wirtschaft beeinträchtigt, ist das unangenehm. Aber den menschlichen Einfluss auf das Klima zu ignorieren, ist auf einer weitaus existenzielleren Ebene fatal und bedroht unsere Zukunft. Wir haben keine zweite Erde und können es uns nicht leisten, die Augen vor den Folgen einer unverantwortlichen Einstellung zu verschließen. Ich hoffe, dass sich eine „Achse der Vernünftigen“ bildet. Die zeichnet sich zum Glück schon ab.