Direkt zum Hauptbereich

Echt stark!



Selbstvertrauen zu haben, souverän aufzutreten – das wird oft damit verwechselt, keine Schwäche oder Unsicherheit zu zeigen. Doch das ist ein Irrtum! Menschen ohne Ängste und Zweifel gibt es nämlich nicht, und Scheitern gehört zum Leben. Wer so tut, als ob er keinen Fehler machen könnte und jeder Situation gewachsen sei, ist keineswegs souverän, sondern überheblich. Wirklich selbstbewusste Frauen und Männer kennen ihre Schwachpunkte und haben kein Problem damit, ein falsches Verhalten oder Misserfolge einzugestehen. Sie haben es nicht nötig, sich hinter einer perfekten Rolle zu verstecken. Genau das bringt ihnen den Respekt ihrer Umgebung ein. Die Sozialwissenschaftlerin Brené Brown belegt  in ihrem Buch „Verletzlichkeit macht stark“, dass ein offener Umgang mit der eigenen Unvollkommenheit zu guten Beziehungen auf Augenhöhe und einem erfüllten Leben führen. Wohlgemerkt, dabei geht es nicht darum, jedem persönliche Mängel zu offenbaren. Frei nach dem Spruch „Wer immer offen ist, ist nicht ganz dicht“, ist es manchmal durchaus klug, sich sicherer zu geben als man ist. Doch anderen permanent ein Ideal vorzuspielen, ist nicht nur anstrengend, sondern weist auch auf mangelndes Selbstvertrauen hin. Wer weiß, dass er grundsätzlich wertvoll ist, kann es sich leisten, auch Schwächen zuzugeben.       

Kommentare

  1. Ja, es ist besser, sich seiner Verletzlichkeit als Stärke bewusst zu sein.
    Verletzte Seelen bleiben leider oft zu lange in der Opferrolle stecken und rechtfertigen sich oder werden gefühlskalt, hart oder gar gewalttätig.
    Letztendlich sollten wir wahrhaftig und mutig sein sowie uns selbst achten. Das zeichnet wohl selbstbewusste Menschen aus.

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank für diesen Buchtipp!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Keine Angst!

Ich habe einen schönen Spruch von Mark Twain gefunden:

Ich habe im Leben schon viele schlimme Dinge durchgemacht. Einige davon sind wirklich passiert.

Tatsächlich beziehen sich die meisten Ängste auf etwas Zukünftiges, dessen Eintreffen gar nicht hundertprozentig sicher ist. Von daher ist es sinnlos, sich verrückt zu machen.

Der bessere Weg:

Verwandeln Sie Sorgen in Sorgfalt. Indem Sie planen (Was kann ich tun, wenn...) entwickeln Sie ein Instrumentarium, um dem "worst case" entgegenzutreten - falls der überhaupt eintritt. Bis dahin: Schlafen Sie gut!

Verwandeln Sie Angst in Aktivität. Fragen Sie sich: Was kann ich heute, hier und jetzt konkret tun, um zu vermeiden, wovor ich Angst habe? Tun Sie diese Schritte. Das gibt Ihnen das Gefühl von Kontrolle.

Weihnachten für immer

Weihnachten – es ist schon ein besonderes Fest! Die Einkaufsstraßen sind überfüllt, weil alle unterwegs sind, um Geschenke zu kaufen. Im Briefkasten liegen Briefe mit Bitten um Spenden. Wenn wir sie lesen, berühren die Schicksale unser Herz. Auf den Weihnachtsmärkten oder bei Betriebsfeiern treffen sich Kolleginnen und Kollegen auch mal ohne beruflichen Zweck. Heiligabend gehen Menschen zur Christmette, die das ganze Jahr über keine Kirche von innen gesehen haben. Verwandte treffen sich zum Fest, die vorher nie Zeit hatten oder die sich normaler Weise nicht grün sind, sich diesmal aber zusammenreißen.
Das alles spricht dafür, dass immer Weihnachten sein sollte. Das würde nämlich bedeuten: Großzügig sein und den Lieben eine Freude machen. Ein Herz für diejenigen haben, denen es schlechter geht als uns. Im Umgang mit KollegInnen nicht nur die Arbeit im Kopf haben. Sich um Spiritualität kümmern. Toleranz üben und sich Zeit nehmen. Auf das Beiwerk mit dem Tannenbaum und dem Christstollen…

Zufallsglück

„Du kannst alles schaffen, wenn du nur fest daran glaubst!“ Das wird inzwischen nicht nur von Esoterikern vermittelt, sondern auch von Speakern vor Riesenpublikum und in vielen Ratgebern. Zum großen Teil ist das richtig, aber eines wird dabei gerne außer Acht gelassen: Das notwendige Quäntchen Glück. Fehlt es, kann man sich gläubig auf den Kopf stellen – der Erfolg bleibt begrenzt. Das zeigt diese Geschichte, die ich kürzlich in der Zeitung las: Angela Pietrziks farbenfrohe Bilder hängen jetzt in einer Galerie. Dabei wollte die Künstlerin noch vor kurzem die Malerei aufgeben. Mit ihrem letzten Bild, das sie im Freien nach der Natur gemalt hatte, war sie so unzufrieden, dass sie es in einen Container warf, in dem Holz und landwirtschaftlicher Abfall lag. Dort entdeckte es eine Galeristin, die der Gegend Urlaub machte. Sie war begeistert. Und da Angela Pietrzik immer ihre Adresse auf die Rückseite ihrer Bilder schreibt nahm sie Kontakt mit ihr auf. Jetzt ist von Aufhören nicht mehr die…