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Nomen est omen

Kürzlich ging es durch die Medien: Der Moderator Dieter Moor hat sich entschlossen, zu seinem 50. Geburtstag seinen ungeliebten Vornamen in "Max" zu verändern.  Nun rätselt so mancher: Warum hat er gerade "Max" gewählt? Die bloße Alliteration jedenfalls kann es nicht sein. Da stünden schließlich auch Michael, Mike, Marian oder Marius zur Verfügung.Namen haben eine Aura. Ihr Klang evoziert ein Bild.So hat "Max" hat etwas Freches. Nicht umsonst heißen die bösen Buben bei Wilhelm Busch "Max und  Moritz".Wenn ich mir die Fotos von Herrn Moor so anschaue, dann sehe ich keinen Max, höchstens einen Maximilian.Aber vielleicht ist der "Max" eine Seite, die Herr Moor in sich trägt und die nun gerne heraus will?Oder eine Eigenschaft, die er sich wünscht?

In meinem Bekanntenkreis sind drei Frauen, die sich schon vor längerer Zeit umbenannt haben. Wenn aus einer Elisabeth eine Ina wird oder aus einer Elke eine Paulina, dann hat das Folgen. Psychologen haben festgestellt, dass der Name, mit dem wir angesprochen werden, Auswirkungen auf uns hat.
Sind Sie mit Ihrem Namen zufrieden? Finden Sie, dass er Sie repräsentiert? Möchten Sie anders wahrgenommen werden, vielleicht charmanter, frecher, warmherziger, seriöser, eleganter? Dann schauen Sie doch mal, welcher Vorname das für Sie ausdrückt. Und gönnen Sie sich gegebenfalls einen neuen. Doch überlegen Sie sich das gut, denn sich einen neuen Vornamen zu wählen, ist ímmer auch ein Programm. Mit dem muss es Ihnen ernst sein.
Ihre Eva  (Wlodarek)



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Keine Angst!

Ich habe einen schönen Spruch von Mark Twain gefunden:

Ich habe im Leben schon viele schlimme Dinge durchgemacht. Einige davon sind wirklich passiert.

Tatsächlich beziehen sich die meisten Ängste auf etwas Zukünftiges, dessen Eintreffen gar nicht hundertprozentig sicher ist. Von daher ist es sinnlos, sich verrückt zu machen.

Der bessere Weg:

Verwandeln Sie Sorgen in Sorgfalt. Indem Sie planen (Was kann ich tun, wenn...) entwickeln Sie ein Instrumentarium, um dem "worst case" entgegenzutreten - falls der überhaupt eintritt. Bis dahin: Schlafen Sie gut!

Verwandeln Sie Angst in Aktivität. Fragen Sie sich: Was kann ich heute, hier und jetzt konkret tun, um zu vermeiden, wovor ich Angst habe? Tun Sie diese Schritte. Das gibt Ihnen das Gefühl von Kontrolle.

Weihnachten für immer

Weihnachten – es ist schon ein besonderes Fest! Die Einkaufsstraßen sind überfüllt, weil alle unterwegs sind, um Geschenke zu kaufen. Im Briefkasten liegen Briefe mit Bitten um Spenden. Wenn wir sie lesen, berühren die Schicksale unser Herz. Auf den Weihnachtsmärkten oder bei Betriebsfeiern treffen sich Kolleginnen und Kollegen auch mal ohne beruflichen Zweck. Heiligabend gehen Menschen zur Christmette, die das ganze Jahr über keine Kirche von innen gesehen haben. Verwandte treffen sich zum Fest, die vorher nie Zeit hatten oder die sich normaler Weise nicht grün sind, sich diesmal aber zusammenreißen.
Das alles spricht dafür, dass immer Weihnachten sein sollte. Das würde nämlich bedeuten: Großzügig sein und den Lieben eine Freude machen. Ein Herz für diejenigen haben, denen es schlechter geht als uns. Im Umgang mit KollegInnen nicht nur die Arbeit im Kopf haben. Sich um Spiritualität kümmern. Toleranz üben und sich Zeit nehmen. Auf das Beiwerk mit dem Tannenbaum und dem Christstollen…

Glück muss man haben!

Vor kurzem habe ich das Buch eines Professors der Wirtschaftswissenschaften gelesen, der deutlich sagt: Beruflicher Erfolg ist nicht nur eine Frage von harter Arbeit, sondern hängt auch von glücklichen Zufällen ab. Das wollen viele nicht wahrhaben, sondern führen ihren Erfolg allein auf ihre eigenen Anstrengungen zurück. Ich halte das für vermessen. Natürlich haben wir einen Anteil daran, wenn wir unser Bestes gegeben haben. Aber es gibt so viele Menschen, die sich ebenso viel Mühe gegeben haben und trotzdem nicht das Gleiche erreichen, weil eben genau das unwägbare Quäntchen Glück fehlt. Dazu bekam ich in dieser Woche eine für mich verblüffende Bestätigung: Seit einiger Zeit gibt es mein Buch "Einsam. Vom mutigen Umgang mit einem schmerzhaften Gefühl." Mir lag das Thema am Herzen und ich habe es so gut geschrieben, wie es mir möglich war. Aber nie hätte ich mir träumen lassen, was jetzt geschehen ist: In England hat man ein Ministerium für Einsamkeit eingerichtet. Die Nachr…