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Es werden Posts vom Februar, 2013 angezeigt.

Ein Stein im Wasser

Ich komme mit meinem Koffer am Bahnhof einer fremden Stadt an,  in der ich einen Vortrag halten soll. Der Veranstaltungsort ist zwar im Citybereich, zu Fuß aber zu weit, außerdem kenne ich mich nicht aus. Also nehme ich ein Taxi. Taxi? Ein Horrorkabinett! Der Fahrer schimpft pausenlos über die kurze Fahrt. Beruhigende Worte fruchten nichts. Am Ende schleudert er meinen Koffer aus dem Wagen und gibt grußlos Gas. Ich brauche eine ganze Weile, um mich wieder in eine positive Stimmung zu versetzen Es fällt mir schwer, dieses Erlebnis abzuschütteln und die Veranstalter mit einem Lächeln zu begrüßen.

Es ist wie ein ins Wasser geworfener Stein: Ärger erzeugt Ärger erzeugt Ärger erzeugt Ärger.
Zum Glück gibt es dazu aber auch diese Variante: Freundlichkeit erzeugt Freundlichkeit erzeugt Freundlichkeit.

Welchen Stein werfen Sie?

Technik und Seele

Neulich am Hamburger Flughafen. Ich warte auf den Flug nach Frankfurt. Ein Rundblick zeigt: Fast jeder einzeln Reisende beschäftigt sich intensiv mit seinem Iphone, uninteressiert an seiner Umgebung.

Business halt? Vielleicht. Aber auf der Straße sieht es ähnlich aus. Ich muss aufpassen, dass ich nicht von Männern und Frauen auf Autopilot umgerannt werde, die im Gehen gebannt auf ihr Handy starren.

Und dann lese ich in einer Zeitung, dass man derzeit mit einer Brille experimentiert, die einem die gewünschten Daten sogar direkt auf die Netzhaut appliziert. Ich sehe die Brillenträger der Zukunft schon vor mir.

Schöne neue Welt?

Die Technik hat viele Vorteile, keine Frage. Aber  die Seele des Menschen entwickelt sich langsamer. Die psychischen Bedürfniss haben sich seit der Keilschrift nicht sonderlich verändert. Es geht noch immmer um Liebe, Freundschaft, Glück und eine individuelle Aufgabe. Deshalb darf die Kluft zwischen unserer Seele und den technischen Möglichkeiten nicht zu groß …